Abhörgeräte - Überwachung leicht gemacht

Als Abhörgeräte werden Geräte bezeichnet, die für das verdeckte Abhören von Informationen konzipiert sind. Prinzipiell kann zwischen drahtgebundenen und drahtlosen Abhörgeräten unterschieden werden. Die zuerst genannten haben seit Einführung des Mobilfunks zunehmend an Bedeutung verloren, da kaum noch eine Kommunikation über herkömmliche Telefonleitungen erfolgt. Drahtlos werden Nachrichten über elektromagnetischen Wellen übermittelt. Dafür bedarf es einer sogenannten Wanze.

Innerhalb der letzten Jahre gab es viele Neuentwicklungen bei der Abhörtechnik. Ein Minisender kann beispielsweise dezent unter der Kleidung aber auch in der Dekoration eines Zimmers versteckt werden und sendet Signale per Funk. Die Übertragungsrate dieser Minisender kann bis 2.000 Meter betragen, übertragungshemmende Einflüsse wie dicke Wände können die Reichweite aber bis auf circa 700 Meter reduzieren.

Für das Abhören mittels Telefonen eignen sich auch sogenannte GSM GPS Datenlogger beziehungsweise Peilsender. Dieser Peilsender verfügt über ein Mikrofon, welches die Umgebungsgeräusche aufnimmt.

Bei sogenannten Audio Digitalrecordern handelt es sich um Geräte, die auf Umgebungsgeräusche reagieren und so die Aufnahme starten. Der Ton wird auf eine interne Festplatte gespeichert.

Neben den bereits erwähnten Abhörgeräten gibt es auch sogenannte Richtmikrofone. Im Gegensatz zu den anderen Geräten können diese auch in weiterer Entfernung Geräusche in höchster Tonqualität aufnehmen.

Bei der Auswahl des geeignetsten Abhörgeräts spielt neben dem Verkaufspreis somit vor allem die individuelle Situation des Käufers eine wichtige Rolle. Je nach benötigter Tonqualität sowie Entfernung bieten sich somit mehrere Möglichkeiten an. Rechtlich ist festzustellen, dass der Besitz als auch Vertrieb solcher Geräte in Deutschland prinzipiell erlaubt ist. Die Verwendung solcher Geräte ist jedoch nur in wenigen Ausnahmefällen erlaubt, da sie in der Regel eine Straftat im persönlichen Lebens- und Geheimbereich darstellt, es sind somit Tatbestände im Sinne der §§ 201-206 des Strafgesetzbuchs gegeben. Aus diesem Grund empfiehlt es sich, vor Kauf eines Produktes die rechtlichen Grundlagen zu recherchieren, gerade als Beweis sind solche Nachweise häufig unzulässig. Negativ ist zu erwähnen, dass die meisten Händler ihre Kunden nicht auf das Problem aufmerksam machen.