Netzwerkkamera zur Überwachung

Netzwerkkameras werden teilweise auch als IP-Kameras bezeichnet und sind nicht mit den sogenannten Webcams zu verwechseln. Diese besitzen als Vorläufer der Netzwerkkameras keine eigene Computerkomponente und benötigen somit eine Verbindung zum Computer.

Netzwerkkameras hingegen verfügen über eine eigene CPU sowie einem Flash- und DRAM-Speicher. Sie können so die Daten selbst komprimieren und mittels interner Software über das Netzwerk versenden.

Der wesentliche Vorteil solcher IP-Kameras liegt darin, dass diese auch von anderen Orten gesteuert werden können. Netzwerkkameras werden überwiegend für die Überwachung genutzt. Für den Einsatz bedarf es in der Regel eines Internetanschlusses, in der Praxis werden aber kaum noch analoge Anschlusse sondern überwiegend DSL-Anschlüsse und das Internet über die Mobilfunknetze genutzt. Der Aufbau einer Netzwerkkamera ist relativ einfach. Sie verfügt über digitale Eingabe- sowie Ausgabe-Kanäle.

Netzwerkkamera zur Alarmierung

Gerade bei der Überwachung ist es aber nicht immer das Ziel, dass rund um die Uhr Bilder gesendet werden. Aus diesem Grund ist es auch möglich, die Kameras so zu programmieren, dass sie mittels eines eingebauten Sensors einen Alarm auslösen. Im Zuge der Sendung der Daten kann gleichzeitig auch eine Benachrichtigung beispielsweise per Email oder SMS erfolgen.

Je nach Größe der Festplatte sowie Komprimierung ist eine Bildspeicherung von Aufnahmen bis zu einem Monat möglich. Dieser Aufnahmebereich kann auch durch schon zuvor genannte Ereignissteuerung, also Aufnahme nach Aktivierung durch den Sensor, aber auch durch eine Zeitsteuerung verlängert werden. Eine Zeitsteuerung ist beispielsweise für gewerbliche Objekte außerhalb der Geschäftszeiten denkbar.

Ungewollte Nutzung durch Dritte

Da Netzwerkkameras an das Internet angeschlossen sind und auch von anderen Standorten abgerufen werden können, besteht auch bei Ihnen die Gefahr, dass diese von Hackern angezapft werden können. Aus diesem Grund sind auch bei diesen Geräten Sicherheitsvorkehrungen äquivalent wie beim PC notwendig. Ein Passwortschutz ist somit zwingend, aber noch nicht ausreichend. Es ist darauf hinzuweisen, dass angezapfte IP-Kameras eine Gefahr darstellen, da sie es potentiellen Feinden ermöglicht sensible Daten zu erlangen oder auch Sicherheitslücken im System zu entdecken. Somit ist beim Kauf und bei der Installation einer solchen Kamera eine fachliche Beratung unabdingbar.